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 Technologie und Nachhaltigkeit

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cRAwler23
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Skorpion Anzahl der Beiträge : 6089
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BeitragThema: Technologie und Nachhaltigkeit   So 30 Okt 2011 - 23:47

Made in Japan – Die erste Fertigstadt der Welt



Der Elektrokonzern Panasonic baut bei Tokio eine Trabantenstadt wie aus dem Science-Fiction-Film: Alles ist computergesteuert. Stein auf Stein, lotrechte Mauern, von Hand hochgezogen – das alte Ideal schwäbischer Häuslebauer ist langsam passé. Selbst Deutschlands Bauherren freunden sich langsam mit Fertighäusern an, pardon, Systemhäuser hört die Baubranche lieber. Da sind die Japaner schon wieder einen Schritt weiter. Das Haus aus der Fabrik ist dort schon lange Standard. Jetzt kommt die ökologische Fertigstadt, die wie ein Auto schlüsselfertig und mit allen Optionen beim Hersteller bestellt werden kann. Der Anbieter ist kein geringerer als der Elektronikgigant Panasonic.

In Fujisawa, einer Stadt südlich von Tokio, baut der Konzern ein klimafreundliches, voll vernetztes Musterstädtchen, das seinen Stromverbrauch selbst decken kann. Ab 2013 sollen dann 3000 Menschen dem Rest der Welt in der "Fujisawa Sustainable Smart Town" (der "nachhaltigen smarten Stadt") vorleben, wie urbane Zukunft im Zeitalter des Internets aussehen kann. Auf den Entwürfen sieht sie aus wie eine typische Vorstadt. Adrette Häuser des konzerneigenen Fertighausanbieters PanaHome zieren die gezirkelten Wege. Doch auf den Dächern produzieren Solaranlagen des Konzerns Elektrizität, die je nach Bedarf verbraucht, ins Netz gespeist oder in massiven Lithium-Ionen-Akkus der Firma gespeichert werden kann.

Neben denen stehen Brennstoffzellen, die des Nachts und bei Bewölkung aus Wasser- und Sauerstoff sauberen Strom und nebenbei aus der Prozesswärme heißes Wasser gewinnen. Selbstverständlich stammt auch das Innenleben der Öko-Häuser von Panasonic. Intelligente, mit Licht-, Bewegungs- und anderen Sensoren vollgepackte sowie mit dem Internet vernetzte Klimaanlagen, Kühlschränke, Fernseher und LED-Lampen des Unternehmens regeln ihre Helligkeit je nach Umgebungslicht – und sollen so den Stromverbrauch senken helfen, natürlich perfekt abgestimmt und gesteuert vom Energiemanagementsystem des Konzerns.

Sogar in den Wänden soll firmeneigene Hightech zum Einsatz kommen: PanaHomes Prototypen dämmen bereits mit dünnen, extrem effizienten Vakuumplatten, die bisher Kühlschränke isolieren. Und wer will, kann sich auch den Stuhlgang mit Hightech verschönern, mit wohltemperierter Podusche vom selbstreinigenden Panasonic-Klo. Es gibt kaum einen Wunsch, den der riesige Mischkonzern nicht erfüllen kann. Er hat sogar Elektrofahrräder im Programm. Und das besonders Smarte an der Idee ist aus der Sicht der Wirtschaft: Um die Stromeinsparpotenziale heben zu können, müssen die Staaten zuerst Milliarden investieren.

Warum Panasonic dermaßen klotzt, verrät Konzernchef Fumio Ohtsubo bei der Vorstellung des Projekts. Die Öko-Stadt ist ein globales Schlüsselprojekt, der Pfeiler einer Revolution im Panasonic-Konzern. Bis zum 100. Geburtstag des Konzerns im Jahr 2018 will er den Elektronik- und Haushaltsgerätehersteller in den weltweit führenden Anbieter von umfassenden Energiemanagementsystemen verwandeln. Und mit Fujisawa will er das neue Geschäftsmodells ausprobieren, sagt Ohtsubo.

Bisher habe sich der Konzern auf den Verkauf von einzelnen Produkten fokussiert. "Nun wollen wir sie zu einem Systemangebot integrieren", sagt Ohtsubo. "Wenn wir Erfolg haben, wollen wir damit in Japan, Asien und der Welt expandieren." Experten sagen einen riesigen Markt für voll vernetzte Ökostädte voraus. Bereits heute sucht die Menschheit in mehr als 200 Projekten nach Wegen, wie immer mehr Menschen, unterstützt von neuester Technik, komfortabel leben können, ohne die Umwelt vollends zu ruinieren.

Eines der prominentesten Smart-City-Projekte ist Masdar, eine Multi-Milliarden-Dollar-Investition in Abu Dhabi. Seit 2006 darf die Firma von Stararchitekt Norman Foster, die den Glasdom im deutschen Reichstag entworfen hat, dort ihre Vision vom ökologischen Wohnen in den Wüstensand der Vereinten arabischen Emirate setzen. Der Anspruch ist hoch: Supernachhaltig, kohlendioxidneutral, müll- und autofrei soll das Stadtleben sein. Nach der Fertigstellung soll sie auf sechs, von Mauern umgebenen Quadratkilometern 50.000 Einwohnern und 1500 Firmen und Organisationen Platz bieten, darunter das Hauptquartier der internationalen Agentur für erneuerbare Energien (Irena). Im Gegensatz zu Dubai schießt die Stadt allerdings nicht Hunderte von Metern in den Himmel. Die Häuser sind in arabischem Stil gehalten, mit Höfchen und Schatten. Der Wind wird eingefangen und durch die Stadt geleitet. Durch die Brise soll die Temperatur in Masdar selbst im Sommer nur auf 37 Grad steigen.

Das elf Kilometer entfernte Abu Dhabi ist hingegen mit Werten um 50 Grad dem Hitzetod nahe. Der motorisierte Individualverkehr wird von automatisierten Elektrowägelchen geleistet, die getrennt von Fußgängern auf einer Ebene der Stadt umhersurren. Und um den ökologischen Fußabdruck der Städter zusätzlich zu verkleinern, sollen 99 Prozent des Mülls recycelt werden.
*

Hier mal zwei Beispiele wie man Nachhaltigkeit anpackt und damit vielleicht sogar ein profitables Geschäft etablieren kann, also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann. Mir geht die westliche Vorstellung von "Nachhaltigkeit" auf den Geist, denn diese packt zuerst finanzielle Maßnahmen an, also höhere Steuern oder teure Plaketten, doch man muss das ganze mit einem größeren, visionäreren Hebel anpacken. Der Mensch muss wieder die "Zukunft" anstreben und sich nicht in der Gegenwart aufgeben.

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Skorpion Anzahl der Beiträge : 6089
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BeitragThema: Re: Technologie und Nachhaltigkeit   Mo 31 Okt 2011 - 0:01

Das Venus Projekt



http://venusprojekt.de/

Das Venus Projekt stellt eine verwegene, neue Richtung für die Menschheit vor, die nichts geringeres als eine totale Umgestaltung unserer Kultur mit sich bringt. Viele Menschen befassen sich heutzutage mit den Problemen, mit denen sich unsere moderne Gesellschaft konfrontiert sieht: Arbeitslosigkeit, Gewaltverbrechen, Verdrängung menschlicher Arbeitskräfte durch Maschinen, Überbevölkerung und dem Verfall der Ökosysteme der Erde.

Auch ein interessantes Projekt in diese Richtung, auch wenn es fast schon "größenwahnsinnig" ist, doch solche Ideen sollten gefördert werden, quasi die positive "NWO". Ich hasse inzwischen das rückständige Denken mancher Menschen, besonders Nostalgiker die technophob sind und meinen das der Mensch am besten wieder in die Höhle soll, das ist nicht der Sinn unserer Existenz und unserer Fähigkeit rational zu denken/handeln. Man darf auch nicht auf Politiker hoffen, es beginnt bei guten Ideen und Menschen die einen offenen Geist haben aber eben auch eine vitale Zukunftsperspektive haben. Aus unserem Dystopia kann noch immer ein Utopia werden Wink

Einige Punkte die unverzichtbar sind für eine Zukunft mit Zukunft:

-Reduzierung der Bevölkerung (7 Mrd ist einfach zu viel für diese Kugel), Familien mit maximal 2 Kindern, sozial unfähige Menschen dürfen keine Kinder mehr bekommen, notfalls mit Zwangssterilisierung
-Keine extreme Ungleichverteilung von Reichtum
-innovative, umweltfreundliche Projekte sollten von großen Konzernen unterstützt werden oder gar selbst entwickelt werden
-Bildung und Erziehung müssen verändert werden, Motivation sollte gefördert und nicht gedämpft werden durch Zukunftsangst. Reine Zukunftsangst befördert den psychologischen Leistungsdruck
-man muss auch bei sich anfangen, sinnlose Verschwendung eindämmen (Wasser, Strom, Nahrung)

Natürlich alles schön und gut, doch wer macht das schon freiwillig? Nun ich habe mich lange mit der sogenannten "NWO" beschäftigt, wenn es keine freiwillige Änderung gibt, dann wird das später mit Gewalt eingeführt werden, ich kann versichern, dagegen wirken Staaten wie NS-Deutschland, die UdSSR und China wie harmlose Systeme! Wie gesagt, Utopia oder Dystopia, sonst wird man irgendwann die Georgia Guidestones in die Tat umsetzen...

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BeitragThema: Re: Technologie und Nachhaltigkeit   Fr 11 Nov 2011 - 19:48

Zu den Fertigstädten:
Das klingt an sich alles sehr verlockend. Bleibt nur die fFrage ob sich irgend ein Normalbürger sowas überhaupt leisten kann. Ansonsten endets wie in China wo se sich eine riesige, schöne, neue Geisterstadt hingesetzt haben. Man hat durch aus die Möglichkeit auf dem örtlichen Highway in Ruhe eine Zeitung zu lesen. Ma kucken ob das in Japan und den Emiraten auch der Fall sein wird.

Zum Venus Projekt:
Eine totale Umgestaltung der Gesellschaft nenn ich ma ne richtige Herausforderung. Ich sag einfach mal, dass das nich möglich is. Und wenn isses eh ein schleichender Prozess der vllt. über 100 Jahre vollzogen wird, wenn dann die ganze Weltbevölkerung einmal gewexelt wurde.
Ich denke man sollte viele Dinge einfach laufen lassen. Auch das Problem der Weltbevölkerung wird sich irgendwann von selbst lösen. Auch wenn die Lösung nicht unbedingt als sehr human erscheint. In China gibt es schon seit Jahrzehnten die Einkind-Familie. Ich kann mich irren, aber haben die nich immer noch den Status als Bevölkerungsreichstes Land inne?
Kurz zusammengefasst: Der Mensch ist ein weiteres mal das Problem. Das alte Gewohnheitstier.

Achja, zur Technikverdrossenheit: Ich zähle mich genau zu der Gruppe Menschen, denen der immer weiter fortschreitende Technikschrott schon sehr auf die Eier geht. Mittlerweile gibt es ja für alles und jeden scheiß irgendein technisches Gerät was das ganze angeblich erleichtern soll. Dann bezahlt man für den Kram auch noch haufen Geld und sind wir mal ehrlich. Vieles von dem Zeug was heute im Einzelhandel als ultramodern und dann auch noch ultrateuer angeboten wird, ist im Grunde oftmals nur Plastikschrott mit ein paar Schaltkreisen (oftmals mittlerweile ein paar mehr, wird ja alles kleiner, damit auch garkeiner nehr durchsieht) der auch wirklich PÜNKTLICH nach Ablauf der Gewährleistungsfrist oder auch Garantie kaputt geht. Mein Lieblingshassobjekt: Das Iphone. Gibt es für diesen Kram mittlerweile eigentlich ne Selbstzerstörungsapp?

Ich geb bescheid wenn mir irgend ne Erfindung mal wieder als sehr innovativ und wirklich brauchbar erscheint.
Was ham die Menschen damals nur gemacht wenn se nicht überall zu orten und erreichbar waren. Was muss das für eine traurige Zeit gewesen sein wo man noch nich auf Plastikscheiben rumwischen konnte.

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BeitragThema: Re: Technologie und Nachhaltigkeit   Fr 11 Nov 2011 - 20:01

Keek schrieb:
Ich sag einfach mal, dass das nich möglich is. Und wenn isses eh ein schleichender Prozess der vllt. über 100 Jahre vollzogen wird. Kurz zusammengefasst: Der Mensch ist ein weiteres mal das Problem. Das alte Gewohnheitstier.

Achja, zur Technikverdrossenheit: Ich zähle mich genau zu der Gruppe Menschen, denen der immer weiter fortschreitende Technikschrott schon sehr auf die Eier geht.

Nun zum 1. ich verweise da wie schon erwähnt auf die Georgia Guidestones, ich warte nur noch bis dieses "Projekt" beginnt, das Venus Projekt ist natürlich nicht für 7Mrd. Menschen konzipiert Razz

Zum 2. dieser "Technikschrott" dient nur dem kapitalistischen Bereicherungsprinzip und in den seltensten Fällen noch dem Hilfsprinzip. Doch diese Verdrossenheit ist in meinen Augen rückschrittliches Denken, ich brauche auch keine Massen an Geräten um mich, doch ich freue mich über jeden Fortschritt, den man gesellschaftlich erzielen kann. Btw. wirst du nicht gezwungen diesen "Schrott" zu kaufen. Erst die Abhängigkeit wird nen gesellschaftlicher Schwachpunkt, man stelle sich da einfach mal nen massiven Blackout im Stromnetz vor Wink

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Keek
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BeitragThema: Re: Technologie und Nachhaltigkeit   Fr 11 Nov 2011 - 20:04

Ohne Strom würde unsere Gesellschaft schon sehr alt aussehen. Aber nicht nur unsere.

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