PortalPortal  StartseiteStartseite  GalerieGalerie  KalenderKalender  FAQFAQ  SuchenSuchen  AnmeldenAnmelden  MitgliederMitglieder  NutzergruppenNutzergruppen  LoginLogin  

Teilen | 
 

 Astronomie und Wissenschaft

Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6  Weiter
AutorNachricht
cRAwler23
Parteielite
Parteielite
avatar

Skorpion Anzahl der Beiträge : 6089
Alter : 31
Ort : Magdeburg
Anmeldedatum : 20.10.07

BeitragThema: Re: Astronomie und Wissenschaft   Sa 24 Apr 2010 - 4:45

20 Jahre, "Hubble" übertrifft sich selbst



Der Rockstar der Astronomie hat Geburtstag: Am Samstag vor 20 Jahren wurde das "Hubble"-Weltraumteleskop ins All gehievt, zum Jubiläum veröffentlichen Nasa und Esa neue Fotos. Sie gehören zu den faszinierendsten, die das Observatorium je zur Erde gefunkt hat.

Als das "Hubble"-Weltraumteleskop im April 1995 einen Bereich des Adler-Nebels ablichtete, verschlug das Ergebnis den Forschern dem Atem. Als das Bild später veröffentlicht wurde, ging es den Laien nicht anders: So kannte man den Kosmos bestenfalls aus phantasievollen Science-Fiction-Filmen, nicht aber aus der Wissenschaft. Die "Säulen der Schöpfung" ("Pillars of Creation"), einer wilden Region neu entstehender Sterne, wurden zu einer Ikone der Weltraumfotografie.

Doch was Nasa und Esa jetzt publik gemacht haben, könnte dem 15 Jahre alten Foto seinen Rang streitig machen: Zum 20. Jahrestag des "Hubble"-Starts zeigen die Weltraumbehörden der USA und Europas ein Bild einer rund 30 Billionen Kilometer hohen Säule aus Gas und Staub. Sie wird vom intensiven Licht naher Sterne angefressen und zugleich von innen zerstört: Junge Sterne innerhalb der Gaswolke stoßen Gasjets aus, die an mehreren Stellen des "Mystischen Bergs" - so der Titel des Bildes - hervorbrechen. Die beiden markantesten befinden sich an der Spitze der Säule: Sie schießen in entgegengesetzten Richtungen Millionen Kilometer weit ins All hinaus.

__________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://www.allmystery.de/mitglieder/cRAwler23
cRAwler23
Parteielite
Parteielite
avatar

Skorpion Anzahl der Beiträge : 6089
Alter : 31
Ort : Magdeburg
Anmeldedatum : 20.10.07

BeitragThema: Re: Astronomie und Wissenschaft   Do 3 Jun 2010 - 0:23

Eine kommende Supernova: Beteigeuze im Sternbild Orion



Beteigeuze gehört zu den Sternen, die kurz vor ihrem Ende stehen. In astronomisch kurzer Zeit wird der gelbrote Riesenstern im Sternbild Orion explodieren. Das kann schon morgen passieren, aber auch erst in mehr als 100 000 Jahren.

Ein Forscherteam um Nathan Smith an der University of California (Berkeley) nutzte den Infrarotspektrografen Phoenix am Acht-Meter-Teleskop Gemini South in Chile, um den Stern und seine stark aufgeblähte Gashülle zu untersuchen. Die Astronomen wollten feststellen, aus welchen Elementen und Molekülen die Sternhülle besteht, um ihre Auswirkung bei einer möglichen Supernova auf den Explosionsverlauf zu bestimmen.

Riesensterne wie Beteigeuze zeichnen sich durch einen starken Sternwind aus, der große Mengen an Gas in die Umgebung abgibt, wodurch eine riesige Sternhülle entsteht. Bei Beteigeuze fand das Forscherteam eine leicht klumpige Hülle vor, die sich im Bereich von 100 bis 1000 Astronomischen Einheiten (15 bis 150 Milliarden Kilometer) um den Stern erstreckt.

Für ihre Untersuchungen beobachteten die Astronomen den Stern im Licht der Emissionslinie von Kohlenmonoxid (CO). Das Gas strömt mit Geschwindigkeiten von 5 bis 35 Kilometer pro Sekunde vom Stern ab. Würde Beteigeuze jetzt explodieren, dann würde er als sehr helle Supernova vom Typ 2 aufleuchten. Ihre Stoßwelle breitete sich dann mit 15 000 Kilometer pro Stunde in die Hülle aus und würde die Gashülle enorm aufheizen. Dadurch würde die Explosionswolke noch heller aufleuchten.

Supernovae vom Typ 2 entstehen, wenn im Inneren eines massereichen Sterns der nukleare Brennstoff ausgeht und die Kernzone der Last der auflagernden Sternschichten nicht mehr standhalten kann. Sie kollabiert schlagartig entweder zu einem Neutronenstern oder zu einem Schwarzen Loch. Gleichzeitig geht vom Kernbereich eine enorme Stoßwelle aus, die heftige Fusionsreaktionen in den überlagernden Schichten auslöst, die den Stern innerhalb von Stunden auseinanderreißen. Kurzzeitig kann eine Supernova dieses Typs heller leuchten als alle Sterne unseres Milchstraßensystems zusammen.

Astronomen schätzen, dass Beteigeuze an unserem Himmel trotz seiner Entfernung von 400 bis 600 Lichtjahren bei der Supernova-Explosion für wenige Tage bis Wochen etwa die Helligkeit des Vollmonds erreichen könnte.

Unmittelbar bedeutet hier dann tatsächlich: Innerhalb weniger Wochen oder Monate. Wenn das tatsächlich eintritt, Freunde der Nacht, dann steht uns die allergrößte kosmische Lightshow bevor, die jemals ein Augenpaar auf diesem Planeten gesehen hat.


Es ist bis jetzt noch kein Datum fest und ich denke das es durchaus zwischen demnächst und auch nen paar 1000 Jahren schwanken kann, doch eins steht fest, diese Sonne stirbt und hat das Potential zu einer gewaltigen Supernova Wink

Ist immerhin eines der gewaltigsten, kosmischen Ereignisse die man selbst in unserer "Nachbarschaft" von einigen 100 Lichtjahren erleben kann ! Unsere Sonne hat keine nötige Masse und Dichte um eine Supernova zu werden, sie wird in ein paar Mrd. Jahren zum roten Riesen und dann glüht sie langsam aus bis sie nur noch ein Zwergstern ist ...

__________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://www.allmystery.de/mitglieder/cRAwler23
Rainbow Dash
Parteielite
Parteielite
avatar

Jungfrau Anzahl der Beiträge : 1274
Alter : 31
Anmeldedatum : 22.10.07

BeitragThema: Re: Astronomie und Wissenschaft   Do 3 Jun 2010 - 12:40

WoW o.o

Ich bin doch immer wieder fasziniert wie schön unser Universum ist es würde doch einfach Klasse sein wenn wir das noch mit erleben könnten und der Stern vllt nicht erst 1000 Jahre brauch für die Supernova Smile

Schöne Bilder Malte mach weiter hier so Very Happy

__________________
Our lives are not our own. We are bound to others, past and present, and by each crime and every kindness, we birth our future
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
cRAwler23
Parteielite
Parteielite
avatar

Skorpion Anzahl der Beiträge : 6089
Alter : 31
Ort : Magdeburg
Anmeldedatum : 20.10.07

BeitragThema: Re: Astronomie und Wissenschaft   Do 3 Jun 2010 - 19:01



Das heißt auch das sich eine der einprägsamsten und bekanntesten Sternenkonstellationen, das Sternbild des Orion Verändern wird, wenn wir es denn erleben, einfach Ausschau nach dem Stern auf dem markierten Bild halten wenn man mal ne sternenklare Nacht hat Wink

Man muss allerdings sagen das dieser Stern schon längst tot ist, nur das Licht braucht zu uns über 500 Jahre, man würde wenn man die Supernova sieht, ein Ereignis sehen das vor fast 600 Jahren statt gefunden hat Smile

Noch eine rationalere, ernüchternde Theorie:

Nach gängiger Meinung der Astronomen wird Beteigeuze als Hypernova enden. Über den Zeitraum, in welchem dieses Ereignis zu erwarten ist, gehen die Meinungen auseinander: manche erwarten es innerhalb der nächsten 1000 Jahre, andere frühestens in 100.000 Jahren.

In diesem Fall wäre die Supernova auf der Erde unübersehbar und würde über das gesamte Firmament strahlen. Bei roten Riesen des Typs Beteigeuze kann man bei einer Supernova durchschnittlich von einer 16.000-fachen Steigerung der Leuchtkraft ausgehen. Beteigeuze erstrahlt derzeit mit ca. 0,5 mag am Sternenhimmel, bei einer Supernova würde die scheinbare Helligkeit −9,5 bis −10,5 mag erreichen, entsprechend einer absoluten Helligkeit von −15,1 bis −16,1. Dies entspricht der Leuchtkraft eines Halbmondes am Himmel. Nach anderen Quellen erreichen Supernova-Ausbrüche sterbender Riesensterne sogar absolute Helligkeiten um −17 bis −18, gelegentlich (vor allem bei Sternen mit sehr großem Radius) auch darüber. In letzterem Fall würde die Supernova die Helligkeit des Vollmondes erreichen. Da die Rotationsachse des Sterns nicht Richtung Erde zeigt, wäre der Gammablitz nicht so stark, dass die Biosphäre in Mitleidenschaft gezogen würde.

Messungen an kalifornischen Universitäten haben 2009 ergeben, dass der Durchmesser von Beteigeuze seit 1993 um 15 % geschrumpft ist, während die Leuchtintensität unverändert blieb.


Ich denke mal nur wenn wir ganz großes Glück haben und die Zeitdaten nicht zwischen 1000 und 100000 Jahren, sondern zwischen demnächst und nen paar Jahrzehnten schwanken, das wir nen unvergessliches kosmisches Schauspiel erleben werden .


Geheimnisse des Universums - Supernovae